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Anmeldung 2010-11

GZ vom 15. Juni 2010

IGS legt Beinahe-Punktlandung hin
160 Anmeldungen für die neue Schulform – Zehn Schüler herausgelost – Heute Gespräch zum Transport
Von Frank Heine

Pünktlich um 15 Uhr erklärte am Nachmittag des 14. Juni 2010 Planungsgruppenleiter Jens Liesenberg die Anmeldefrist für beendet. Keine Viertelstunde später hatte er mit den beiden Elternvertreterinnen Ina Kühn (Landkreis Goslar) und Veronika Wentzel (Stadt Goslar) jene zehn Schüler aus dem Topf 3 gefischt, die keinen Platz an der neuen Integrierten Gesamtschule (IGS) Oker erhalten, weil die 160 Anmeldungen die maximal zulässige Zahl von 150 Schülern knapp überstiegen.
Enttäuschte Mienen wird es sieben Mal in Goslar und jeweils einmal in Bad Harzburg, Vienenburg und Seesen gegeben haben. Die Benachrichtigungen sollten unmittelbar nach dem Losen an die Eltern herausgehen. Unter dem Strich sind ab August 68 Schüler aus dem Goslarer Stadtgebiet und 82 Schüler aus den restlichen Kommunen des Landkreises bei der Premiere der IGS dabei, die unter städtischer Trägerschaft stehen wird.
Erwartungen bestätigt
Fachdienstleiter Armin Wagner sah sich in seinen Einschätzungen denn auch bestätigt: "Die Elternnachfrage nach der Schulform IGS besteht und deckt eher den Bereich der Hauptschulen ab. "Insofern liege die Stadt mi ihren Planungen richtig, die Okeraner Hauptschule mit der Hauptschule Kaiserpfalz am Standort in der Goslarer Altstadt zu fusionieren. Die André-Mouton-Realschule läuft aus, bis die IGS bald allein das Okeraner Schulzentrum Bei der Eiche für sich nutzt.
Beim Losverfahren unterschieden die Verantwortlichen

nach Zensuren: Wer mit seinen Zensuren in Deutsch, Mathe und Sachkunde maximal auf Sieben (etwa zwei Zweien und eine Drei) kam, landete im ersten Topf. Bei Acht und Neun war Topf 2 fällig. Alle übrigen fanden sich im Topf 3 wieder, der als einziger zum Losen gebraucht wurde: Nur hier überstiegen die Anmeldungen den zuvor aus den beiden Vorjahren ermittelten und für 2010 zu erwarteten Durchschnittswert von 16 Schülern - und das mit 71 Schülern gleich sehr deutlich Nur 35 statt der erwarteten 64 Schüler waren im ersten, 54 statt 70 im zweiten Topf.
Für Christian Friedrich, Schulorganisator beim Landkreis, geht die Arbeit heute um 10 Uhr gleich wei­ter: Es warten Gespräche zum Schülertransport. "Der Anspruch besteht für jeden", sagte er. Eine Extremsituation wäre, wenn etwa je ein Schüler aus Eckertal, Hohegeiß und Mechtshausen nach Oker zu bringen wären.
Auf die 150 Schüler, die sich auf fünf Klassen verteilen, warten nach den Sommerferien zunächst zehn feste IGS-Lehrer und fünf abgeordnete Kräfte von der André-Mouton-Realschule. Ob Planungsgruppenleiter Liesenberg neuer IGS-Chef wird, ist noch unklar. Die wahrscheinlichste Variante: Ab dem 1. August leitet er beide Schulen im Schulzentrum kommissarisch: "Eine delikate Position." Für die Eltern steht der nächste wichtige Termin bereits am kommenden Montag an: Am 21. Juni gibt es im Okeraner Schulzentrum ab 18 Uhr jede Menge Informationen zu Organisationsfragen.